Pressemitteilung zum Angriff auf die Hilfsschiffe durch Israel
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"Die Jahre unter Blockade und Krieg vergehen und das palästinensische Volk in Gaza leidet weiter. In 360 Quadratkilometer leben rund 1,5 Millionen Menschen, darunter Frauen, Kinder, alte Leute sowie Kranke. Das Wasser ist sehr knapp. Die Elektrizität ist wegen Mangel an Brennstoff kaum verfügbar. Nahrungsmitteln und Baustoffe sind in vielen Orten nicht vorhanden. Medikamente sind Mangelware oder kaum zu bezahlen. So darf das nicht weitergehen! Die Blockade muss beendet werden!“ dies schreibt Hischam Hammad, palästinensischer Friedensaktivist.

- "Diese Schiffe bringen nicht nur materielle Hilfe. Sie bringen vor allem Hoffnung: Hoffnung für die eingesperrten Palästinenser auf eine Zukunft in Eigenverantwortung und Würde, und Hoffnung für uns Juden, dass wir zurückfinden zur Mitmenschlichkeit." Dies schreibt Rolf Verleger, jüdischer Menschenrechtler.

Unterdessen hat auch US-Präsident Barack Obama Aufklärung über den blutigen Einsatz gefordert. In einem Gespräch mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan habe Obama in der Nacht zum Mittwoch sein Beileid für die Opfer ausgesprochen und sich für eine glaubwürdige, unparteiische, transparente Untersuchung eingesetzt, teilte das Weiße Haus mit.

Gregor Gysi, Fraktionsführer der Partei die Linke sagte:
„Ich erwarte vom Bundespräsidenten, von der Bundeskanzlerin und vom Bundesaußenminister, dass sie sich unverzüglich gegenüber der israelischen Regierung für das Ende der Gewalt gegenüber den Besatzungen der Schiffe, für die unverzügliche Freilassung sämtlicher friedlicher Besatzungsmitglieder, für die Bildung einer internationalen Untersuchungskommission zur Klärung der Vorgänge und für das Ende der rechtswidrigen Abriegelung des Gazastreifens einsetzen."

Die Abgeordnete Inge Höger beschrieb die Aktion des israelischen Militärs gegen einen internationalen Hilfskonvoi in Berlin mit den Worten: „Wir haben uns wie im Krieg und gekidnappt gefühlt.“ Ihre Kollegin Annette Groth sprach von einem „barbarischen Akt“. Beide äußerten die Vermutung, dass erheblich mehr Menschen getötet wurden als die offiziell neun Toten. Höger äußerte die Vermutung, dass bei der Kommandoaktion Bis zu 19 Menschen starben.

Zusammen mit den beiden Abgeordneten kehrten auch drei weitere Bundesbürger zurück, darunter der ehemalige Linke-Abgeordnete Norman Paech. Paech hielt Israel sogar ein „Kriegsverbrechen“ vor. „Wir haben mit allem gerechnet, aber nicht mit dieser Brutalität.“ Nach Angaben des Auswärtigen Amtes ist das Schicksal von sechs anderen Bundesbürgern noch ungeklärt. Vermutet wird, dass sie von Israel interniert wurden. Darunter sind auch Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft.

 

 

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